Nächtlich grüßt der Schleierkauz
Und fragt nach meinen Sorgen:
„Ich möchte mir dein trauriges
Gesicht für heute borgen.

Es lockt die Mäuse aus dem Loch,
Als wollten sie mich trösten.
So kann ich meinen Kindern noch
Zweitausend Mäuschen rösten.“

Ich sagte: „Lieber Schleierkauz,
Nimm mit die Sorgenfalten!
Nimm meines Liebsten Bilder auch,
die gilbigen, die alten.

Nur bring sie morgen früh zurück.
Ich will noch weiter schauen
Was einmal schien wie’s große Glück.
Wir konnten es nicht bauen.

Er ging und liebt jetzt anderswo,
Doch ich will weiter hoffen
Und lasse jede Nacht für dich,
Herr Kauz, mein Fenster offen.“